www.projektortuning.de

Tuning Panasonic PT-AE 1000 ( PTAE 1000E )

in / Projektormodelle

Tuning Panasonic PT-AE 1000 ( PTAE 1000E )

Durch Glasfilter und Streulichtblende native Kontraststeigerung auf über 3000:1

Projektortuning Panasonic PT-AE 1000 , PTAE 1000 LCD Beamer C4H Tuning Kalibrierung colorfacts D65

Artikel-Nr. 100017

› Preise/Bestellen

In unserem großen Tuning Special zum HC5000 Ultra haben wir aufgezeigt, wie durch kleine technische Veränderungen im Lichtweg das Kontrastverhalten und damit die Bildplasitizität des Projektors signifikant auf 300% gesteigert werden kann. Schnell machte der HC5000 Ultra von sich Reden und stellte somit den derzeitigen FullHD-Referenzstandard im LCD-Bereich dar.

Die überdurchschnittlich guten Ergebnisse unseres Panasonic PT-AE1000 Tests machten uns aber neugierig: Bereits "out of the Box" brillierte der Panasonic FullHD Beamer mit einem hohen Kontrast, hinzu kommt die in Echtzeit arbeitende unsichtbare adaptive Blende. Ist es auch hier möglich, die Bildplastizität und Leistungsdaten durch zusätzliche Eingriffe zu verbessern?

Aus diesem Grund hat Cine4Home in Zusammenarbeit mit Ekkehart Schmitt (www.cine4home.de) auch den PTAE1000 auf Optimierungsmöglichkeiten hin untersucht, mit beachtlichen Ergebnissen: In diesem ausführlichen Know-How Special schildern wir die Vorgehensweise, die Zusammenhänge und die erzielbaren Ergebnisse mittels zweier relativ "einfacher" Hilfsmittel:


1. Erster Schritt: Externer Glasfilter statt internem "Pure Color"-Filter... 

Ein erster Ansatz zur Verbesserung ist das Tuning mittels Farbfilter, um den Kontrast zu steigern. Besonders überraschend ist dieser Ansatz im Falle des neuen Panasonic-Beamers, weist dieser doch schon bereits ab Werk einen internen Glasfarbfilter auf, hat sozusagen das Tuning schon eingebaut. Wie soll es da möglich sein, mit einem externen Glasfilter andere Ergebnisse zu erzielen? Zur Beantwortung dieser Frage betrachten wir die Ausgangssituation:


Wie in unserem Test ermittelt bieten der Cinema1- und der Color1- Modus die besten und genauesten Bildergebnisse auf der Leinwand. Dies zeigt sich beispielsweise an der Farbtemperatur, die beeindruckend auf die Videonorm getrimmt ist, ohne dass der Anwender selbst Hand anlegen muss.

RGB Verteilung Cinema1 / Color1

Auch die Helligkeitsverteilung ist in diesen Modi perfekt auf einen Wert zwischen 2,2 und 2,3 abgestimmt:

Gammakurve Color1
Unten: Cinema1

Diese guten Ergebnisse verbindet der interne Cinemafilter mit einem für LCD-Projektoren überdurchschnittlichen Kontrast von ca. 1700:1 (mittlerer Zoom).

Soweit so gut, wo liegt nun das Verbesserungspotenzial? Als Hauptkritikpunkt in unserem Test fiel der überraschend hohe Lichtverlust durch den Cinema-Filter ins Gewicht: Rund 70% "klaut" der Filter, so dass nur zwischen 200 und 300 Lumen Lichtleistung auf der Leinwand verbleibt. Damit gehört der PT-AE1000 nicht zu den lichtstärksten seiner Sorte und ist nur für Bildbreiten bis ca. 2,5m zu empfehlen. Dieser Lichtverlust hat uns sehr überrascht, denn normalerweise wird ein Helligkeitsverlust von 50% zu Gunsten der Farben selten überschritten.

Der Panasonic Farbfilter:
Kräftige Farben, aber großer Lichtverlust

Worin liegt dieser überdurchschnittliche Lichtverlust begründet? Wir haben sein Spektralverhalten weiter untersucht. Dazu schauen wir uns zunächst den nativen Farbraum des Projektors, sprich ohne Farbfilter, an:

Obiges Diagramm zeigt den gemessenen Farbraum des "Normal"-Modus, bei dem der Pure Color Filter sich nicht im Lichtweg befindet. Das Ergebnis ist überaschend gut, der Farbraum des Projektors (weißes Dreieck) liegt nahe bei seinen Sollwerten (dunkles Dreieck). Doch dies war den Ingenieuren anscheinend nicht "bunt" genug. Gemäß dem allgemeinen Trend vergrößert der Pure Color Filter den Farbraum gegenüber der Videonorm erheblich:

Obiges Diagramm zeigt den gemessenen Farbraum des "Normal"-Modus, bei dem der Pure Color Filter sich nicht im Lichtweg befindet. Das Ergebnis ist überaschend gut, der Farbraum des Projektors (weißes Dreieck) liegt nahe bei seinen Sollwerten (dunkles Dreieck). Doch dies war den Ingenieuren anscheinend nicht "bunt" genug. Gemäß dem allgemeinen Trend vergrößert der Pure Color Filter den Farbraum gegenüber der Videonorm erheblich:

Auf die Videonorm angepasster Farbraum

Durch unsere eigene Farbfilterung erreichen wir einen genauso gut abgestimmten Farbraum, wie im "Color1"-Modus mit dem Unterschied, dass die Lichtausbeute auf der Leinwand wesentlich größer ist, als bei der Verwendung des eingebauten Pure-Color-Filters.

Der Glasfilter ist qualitativ maßgeschneidert hochwertig und bei großen Lichtmengen
wesentlich farbstabiler als herkömmliche Kamerafilter

Als Grundlage zur Optimierung nutzen wir einen lichstarken Modus (z.B. Dynamik): Hier erreicht der Projektor einen nativen Kontrast von durchschnittlich 2500:1 (je nach Zoom), was die Bildplastizität deutlich erhöht. Allerdings ist durch die maximale Lichtausbeute keine genaue Farbwiedergabe gewährleistet:

Werks-RGB-Verteilung des Dynamik-Modus

Durch den Farbfilter korrigieren wir dies: Er ermöglicht die volle Kontrastausnutzung bei gleichzeitiger Einhaltung der D65-Videonorm. Mit Hilfe des RGB-Menüs wird die Farbtemperatur jedes PT-AE1000 Ultra per Hand abgestimmt:

Abgestimmter Ultra-Modus

Auch die Gammaverteilung lässt sich schwer in den Griff bekommen: In den lichtstarken Modi des PT1000 entspricht sie nicht gerade der Videonorm:

Zu korrigierende Gammaverteilung

Erschwerend kommen hier die nur mäßigen Gammaoptionen des Bildmenüs hinzu. Doch mit viel Geduld und unter Einbeziehung der Contrast- und Brightness-Optionen gelingt es, die Gammakurve gemäß der Videonorm zu trimmen.

Korrigierte Gammaverteilung

Mit dem genau abgestimmten Farbraum und der Einhaltung der D65-Norm über alle Helligkeiten hinweg erhalten wir eine akkurate Farbdarstellung wie beim "Color1"-Modus, aber mit zwei Vorteilen: Mehr Kontrast und mehr Helligkeit. Dies hat uns aber im Rahmen des Ultra-Tunings noch nicht gereicht...


2. Zweiter Schritt: Streulichtblende nahe dem Brennpunkt der Optik

Beim HC5000 Ultra hat sich besonders der Einbau einer Streulichtblende in der Optik bewährt, sie brachte gleich drei Vorteile:


- Erhöhung des On / Off Kontrastes

- Erhöhung des InBild-Kontrastes

- Verbesserung der adaptiven Blende


Auch beim PT-AE1000 wurde keine Blende in der Optik verbaut, was in der geringen Lichtausbeute des Cinemafilters begründet liegt. Durch unseren externen Filter haben wir aber nun viel mehr Lichtreserven, so dass der Einbau einer solchen Blende durchaus Sinn macht. Schwierig war es dabei wieder, den richtigen Platz für die Blende zu finden. Nur wenige Millimeter weg vom "Sweet-Spot" ergeben sich zwangsläufig Abschattungen im Bild und die erhoffte Kontraststeigerung bleibt aus.

Die C4H-Streulichtblende ist aus Metall und wärmestabil
schwarz eloxiert

Um den Umbau reversibel zu gestalten, ist es jedoch nicht möglich, eine einstellbare Blende nachträglich im Objektiv unterzubringen (für einen enventuellen Antrieb wäre kein Platz innerhalb der Optik).  Die Blende ist also auf einen festen Wert bei der Herstellung festgelegt. Auch hier galt es den "Sweet-Spot" zu finden, bei dem man den Kontrast maximal verbessert, ohne zuviel Licht zu verschenken.Viele Experimente und Messungen später haben wir auch beim PT-AE1000 den optimalen Wirkungsgrad der Blende gefunden, mit mehr als beeindruckenden Ergebnissen:

Kontrast und Lichtleistung
PT-AE1000 Ultra Edition

Adaptive Blende
Lampen-Mode
Zoom
Licht / Lumen
Kontrast
         
ON
Normal
Max
350
9500:1+
ON
Normal
Min
200
12000:1+
OFF
Eco / Normal
Max
330
2700:1
OFF
Eco / Normal
Min
190
3400:1
ON
Eco
Max
350
6500:1
ON
Eco
Min
200
8300:1

Zu beachten ist, dass der ECO-Modus keinen nennenswerten Einfluss auf die Bildhelligkeit hat, die Arbeitsweise der adaptiven Blende (wenn aktiviert) aber beeinflusst. Die besten Ergebnisse erhält man im normalen Lampenmodus mit aktivierter Blende. Der Projektor wird dadurch nicht lauter und die Lebensdauer der Lampe wird nicht verkürzt.

Vergleicht man die neuen Daten des PT-AE1000 Ultra mit der Ausgangsbasis der Color1-Werkseinstellung, so beobachtet man folgende Verbesserungen.


- Verdopplung des nativen Kontrastes auf durchschnittlich 3000:1 (je nach Zoom)

- Steigerung des Kontrastes mit adaptiver Blende auf fast 300%!

- Steigerung der Lichtleistung um 16%


Mit anderen Worten: Die Ultra Edition hat nicht nur einen besseren Schwarzwert, sondern ist auch noch heller. Besonderes letzteres mag überraschen. Unser auf Videonorm getrimmter Glasfilter hat so viel Lichtpotenzial erhalten, dass wir trotz der eingebauten Blende nun mehr Licht übrig behalten. Es erfreut immer, wenn man durch eine Modifikation in allen Belangen dazu gewinnt und keine Kompromisse eingehen muss.

 


3. Resultierendes Bildergebnis:

Unsere zweite Ultra Edition zeigt: Auch beim Panasonic PT-AE1000 bewährt sich die Kombination aus einem maßgeschneiderten Glasfilter und zusätzlich eingesetzter Streulichtblende in der Optik. In der Ultra Edition erhält der Anwender so einen weiteren Bildmodus:

 

3.1 PT-AE1000 Bildmodus "Ultra"

Im Ultra Modus wird der mitgelieferte Glasfilter aufgesetzt, der dem Projektor beiliegt. Er passt millimetergenau in die Optik und fügt sich elegant ein.

PT-AE1000 Ultra mit C4H-Glasfilter

Der Unterschied zum integrierten Pure Color Filter ist, dass dieser Filter nicht auf einen besonders großen Farbraum hin optimiert wurde, sondern sich an der HDTV-Videonorm orientiert. Dadurch gelang es, mehr Helligkeitsreserven zu mobilisieren (durch weniger starke Filterung), die es wiederum ermöglichten, eine zusätzliche Streulichtblende in der Optik einzusetzen.

Im Ultra-Modus wird der Farbraum angepasst...

Die Farbtemperatur...

Die Gammaverteilung...

Die obigen Messwerte beweisen, dass der Ultra durch diese Maßnahmen eine optimal akkurate Bilddarstellung mit einer erheblichen Kontraststeigerung auf 3000:1 nativ bzw. 10000:1 mit adaptiver Blende kombiniert.

In Sachen Bildtiefe und Farbdarstellung wird der PT-AE1000 so zur neuen LCD-Referenz unter den derzeit aktuellen FullHD-Beamern. Er kombiniert eine unsichtbare, weil in Echtzeit (60x / Sek) arbeitende, adaptive Blende mit dem derzeit höchstmöglichen nativen Kontrast, sowie eine angemessene Bildhelligkeit für das gängige Heimkino.

In unserem Praxistest verglichen wir den PT-AE1000 Ultra mit seinen derzeit zwei stärksten Konkurrenten, dem Mitsubishi HC5000 Ultra und dem Sony VPL-VW50 (Pearl) mit C4H Tuning. In Sachen Kontrast zeigte sich, auf welch hohem Niveau alle drei Modelle liegen. In vielen Szenen machten alle Projektoren ein nahezu identisches Bild. Wurde es aber wirklich dunkel, wie zB. in Weltraumszenen, so konnte der Panasonic Ultra den HC5000 Ultra leicht in seine Schranken verweisen. Der InBild-Kontrast zwischen hellen Sternen und schwarzem Weltraum wurde beim Panasonic noch stärker herausgearbeitet, selbst der Sony konnte hier nicht gewinnen. Letzterer überzeugt aber noch durch seine noch höhere Bildhelligkeit, die ihm in hellen Szenen mehr "Punch" verleiht.

Besonders überrascht waren wir erneut, wie sehr die eingesetzte Streulichtblende in der Optik dazu verhilft, den InBild Kontrast auf ein neues Niveau anzuheben: Der Projektor gewinnt sichtbar an Bildtiefe und auch schwierige Szenen verlieren ihren LCD-typischen "Grauschleier", wirken nun realistisch und glaubwürdig.


Mit einem nativen Kontrast von bis zu 3400:1 und einer unsichtbar arbeitenden Blende, die bis über 10000:1 erlaubt, hebt sich der Panasonic PT-AE1000 ganz eindeutig auf das derzeitige FullHD Referenz Niveau in Sachen Bildtiefe.

- Mehr Licht
- Höherer Kontrast
- Besserer Schwarzwert

Doch wie sieht es mit den "bisherigen" Modi des PT-AE1000 aus? Manch ein Nutzer wird hin- und wieder das Bedürfnis nach besonders großem Farbraum und noch bunteren Farben haben. Dies geht weiterhin:

 

3.2 PT-AE1000 Bildmodus "Hollywood Tuning "

Nimmt man den C4H-Glasfilter ab und aktiviert den "Cinema1"-Modus, so erhält man den gewohnten Modus mit weniger Lichtleistung, aber vergößertem Farbraum.

Weiterhin nutzbar:
Der Cinema1 Modus

Dabei hilft die interne Streulichtblende, auch diesem Modus nun noch wesentlich mehr Bildtiefe und Kontrast (Steigerung um 25%) zu verleihen. Somit bleibt auch das Hollywood Tuning bei Bedarf weiterhin nutzbar und wirkt sogar noch dreidimensionaler...

 

3.3 Fazit

In der Ultra Edition wird der ohnehin schon flexible Panasonic Beamer um einen weiteren Bildmodus bereichert. Im Ultra-Modus bietet der Projektor eine Bildtiefe, wie kaum ein anderes LCD-Modell am Markt. Ein nativer Kontrast von 3000:1 ist derzeit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, vor allem wenn hierbei keine Kompromisse in Farben und Helligkeitsverteilung eingegangen werden müssen. Im Gegenteil: Der Pansonic Ultra erfüllt die Videonormen absolut präzise, wie es im LCD Bereich nur selten zu finden ist.

Startseite Impressum Datenschutz Kontakt

© 2017 www.projektortuning.de

shopsoftware::web business shop